How come..

29. März 2010

.. dass ich noch nicht über Zotero gebloggt habe?

Zotero ist ein kleines, aber mächtiges Firefox-Addon, das die Verwaltung von wissenschaftlichen (und auch sonstigen) Quellen erleichtert. Ich ergehe mich nun einfach mal in einem Featuregasm und verweise ansonsten auf die Webseite:

  • Mit einem Mausklick kann die gerade geöffnete Webseite (oder das gerade im Browser geöffnete PDF-Dokument) in die Literaturbibliothek aufgenommen werden,
  • Dateien auf der Festplatte lassen sich natürlich auch importieren,
  • Automatische Metadaten-Extraktion aus PDF – d.h. Titel, Autor, Erscheinungsjahr usw. müssen nicht von Hand in einen Literatureintrag eingepflegt werden,
  • Die Einträge können in verschiedene Unterprojekte kategorisiert werden,
  • Außerdem mit Notizen, Tags usw. versehen werden,
  • Export in diverse Formate, darunter auch BibTeX,
  • Freie Software,
  • Kann ohne Admin-Rechte auf jedem Rechner mit Firefox installiert werden, i.e. plattformunabhängig,
  • Mittels des Zotero-Servers: Synchronisation der kompletten Bibliothek (inkl. enthaltener Dateien) auf verschiedenen Rechnern.

Zotero me gusta mucho!

Und jetzt weiterschreiben..

admin Allgemeines

Huh.

28. März 2010

Irgendwie habe ich die Sache hier etwas vernachlässigt..

Zwischen dem letzten Post und meiner Abreise ist doch noch einiges passiert. Das remarkabelste davon dürfte wohl der Roadtrip in die Highlands gewesen sein – Lea, Marc, Nikolai und Tass – ihres Zeichens alle Austauschstudenten mit zuviel Freizeit – beschlossen, ein Auto zu mieten und im Monat mit den niedrigsten Durchschnittstemperaturen im härtesten Winter seit 30 Jahren die Gegend zu besichtigen, die einem am ersten in den Sinn kommt, wenn man an Schottland denkt.
Hilfreich dabei war Arnold Clark (http://www.arnoldclarkrental.com/), die auch unter-25-jährige (normalerweise die magische Autovermietungsaltersgrenze in GB) einigermaßen günstige Angebote machen.

Der Trip führte uns bei morgendlichem Regen aus Edinburgh heraus, an Perth und malerischen Wasserfällen vorbei, zunächst in Richtung Nairn; hinter Perth wandelte sich die Landschaft bald schon, der Regen endete, mit ihm auch die Welt, nämlich in den Wolken, die sich an den Bergen beiderseits der Straße auftürmten. In Nairn besuchten wir den Hafen, in Inverness ein Pub. Empfehlenswert, weil sehr gemütlich und trotzdem günstig: Inverness Student Hostel (http://www.invernessstudenthotel.com/).
Am nächsten Tag gab es Löcher Schlag auf Schlag. Ness, Oich, Garry. Frühlingsszenerie im Januar und Bergsteigen für Anfänger.
Spätabends noch ein Abstecher über eine Single-Track-Road nach Plockton: Leider gab es keinen erhofften kulinarischen Höhepunkt, weswegen wir umkehrten und durch die früh hereinbrechende Nacht nach Portree auf Skye fuhren. Dort offenbarte sich ein sehr ursprünglicher Ort: Menschenleer, bis auf die Pubs, und dort war auch kaum etwas los; insbesondere nicht nach 23h.
Eigentlich hatten wir für unseren Trip vier Tage mit drei Übernachtungen eingeplant. Als wir dann jedoch am nächsten Morgen auf der Isle of Skye aufwachten und der Blick nach draußen eine von tiefblauem Himmel und grünen Wiesen eingerahmte Meeresbucht offenbarte, verlängerten wir den Trip spontan um eine Nacht.
Nach einer Umrundung des nördlichen Teils von Skye und einem obligatorischen Abstecher zu einer Distillery (Talisker, und nein, Whiskey und ich mögen uns immer noch nicht..), schlugen wir in Kyle of Lochalsh unsere Zelte für die Nacht auf. Auch dort: Kaum etwas los.
Am nächsten Tag drehten wir noch eine Runde durch die Highlands, fuhren dann in den Abend hinein nach Fort William und übernachteten dort.
Der letzte Tag sah einen Abstecher in die Nevis Gorge und den offiziellen Parkplatz von Braveheart.. Außerdem Berufsverkehr, Glasgow. Das war’s. Ausreichend durch Fotos belegt, welche die Erfahrung aber nur höchst ungenügend widerspiegeln können.

Deswegen spare ich mir nun die Bebilderung und verweise einfach auf Marc und Nikolai. ; )

admin Allgemeines

Wie geht’s weiter?

9. Januar 2010

Man fragt sich vielleicht: Was macht der Kerl denn überhaupt noch dort oben, wenn er nicht grade erfriert?
Tjaha, er genießt noch einmal das schöne Edinburgh! Silvester (Hogmanay) hatte ich sehr netten Besuch; wir haben sämtliche Hügel dieser Stadt bestiegen (Angeblich sind’s sieben – wir haben aber einfach mal alle bestiegen, die wir finden konnten.. Calton, Arthur und Castle).
Es gibt auch ein paar nette Bilder:

31122009111

New Year's Eve

03012010333

.. und da isses: 2k10

Ein Tipp: Die Edinburgh Gallery of Modern Art ist einen Besuch wert, zumal es keinen Eintritt kostet; ich würde einen Spaziergang von St. Andrew Square zur Galerie empfehlen. Zwischendurch kommt man durch ein kleines Dorf mitten in der Stadt, Dean Village. Fotos habe ich keine (war so kalt, dass die Kamera streikte), aber diese Website gibt einen ungefähren Eindruck.

Außerdem plane ich gerade den Rest des Jahres. Klingt imposant und vorausschauend, ist es aber nicht, denn die verschiedenen möglichen Optionen ergeben in der Kombination ein so unentwirrbares Chaos, dass es letztendlich doch daraus hinauslaufen wird, alles auf sich zukommen zu lassen. Näheres dazu bei Gelegenheit..

admin Allgemeines

Viele Grüße aus Ihrem Tiefkühlfach..

9. Januar 2010

.. es ist umgezogen. Seine neue Adresse findet sich im Impressum dieser Seite. Während Europa bibbert, Großbritannien in eine Schockstarre verfallen ist (mysteriöser, bis dato nicht bekannter weißer Niederschlag erfordert es gar, kontinentaleuropäische Barbareien zu importieren: “Streusalz”, “winter tyres” – auch wenn man verbreitet der Meinung ist, letztere seien dann doch eine nicht mehr hinzunehmende Preisgabe britischer Souveränität), ergab es sich, dass unser bisher recht stiller, aber angenehm warmherziger flatmate “Heizung” beschloss, in den Winterschlaf zu treten.

Nun tippe ich diese Zeilen also mit eher klammen Fingern (zum ersten Mal dankbar für meinen treuen Schoßwärmer, den Laptop). Warmwasser gibt’s auch nicht, aber dafür ist der Puls nach dem Duschen irgendwo bei 170 und man spürt die Kälte der Umgebungsluft nicht mehr so. Hat also alles auch seine positiven Seiten.

Der Heizungsmonteur war so spontan nicht aufzutreiben, versprach aber, am Mittwoch mal vorbeizuschauen. Irgendwie habe ich den Eindruck, als sähe auch er eher die positiven Seiten. Naja. So wie ich das sehe, bleiben folgende Optionen:

a) Mir wächst ein Fell.

b) Ich verkrieche mich bis Mittwoch unter drei Lagen Decken und träume von roten Riesen.

c) Eine Kombination aus a und b: Ich klaue einem Braunbär zuerst Fell, dann Wohnhöhle, falle in den Winterschlaf und träume von roten Lachsen.

Ich werde euch, liebe Leser, wissen lassen, welche Option ich gewählt habe.

admin Allgemeines

Heimat. Außerdem die Frage, ob man nun besser melancholisch wäre oder doch auch froh.

25. Dezember 2009

Der letzte Monat als vollwertiger Erasmus-Student in Edinburgh ist an mir vorübergezogen. Dabei war es die meiste Zeit dunkel und ich habe ab und zu für Exams gelernt, Weihnachtsgeschenke gesucht, die Nacht zum Tage gemacht (da sowieso kaum ein Unterschied hinsichtlich der Helligkeitsverhältnisse) uund..:

Letzte Formalitäten erledigt: Im International Office die Aufenthaltsbestätigung abgeholt. Tipp: Wenn die sagen, es sei am Mittwoch unterschrieben / abholbereit, frühestens am Freitag vorbeigehen. Außerdem hilft es ungemein, eine Sekunde der Kontemplation verstreichen zu lassen, ehe man Vor- und Nachname einträgt (dieser Satz ergibt Sinn, wenn man das Formular sieht).

Gepackt: Vorsicht – Zugangskarte zum AT (und damit der Zugang zu den Studentendruckern der Info) wird sehr zügig gesperrt. Flugtickets deshalb rechtzeitig (Sonntagabend vor Abflug: Nicht rechtzeitig.) ausdrucken, sonst muss man Inhaber valider Karten aufs Gröbste belästigen, um doch noch an die Tickets zu kommen. Rückflug selbst war dann nicht der Rede wert. Wenn sich Ryanair-Flugzeuge verspäten, erspart man sich übrigens den bescheuerten Jubel-Jingle nach der Landung. Empfehlung. Leider trotzdem Rubbelticket-Verkauf, Parfüm-Verkauf und <hatte MP3-Player auf Maximallautstärke, um den Quark nicht mehr hören zu müssen>-Verkauf.

Hm. Ansonsten. Irgendwann habe ich mich dabei ertappt, in AT Lvl. 4 zu sitzen, eine Weihnachtsmannmütze auf dem Kopf zu haben und von Zeit zu Zeit auf den Sofas nebenan wegzudämmern, wenn ich nicht grade stundenlang frühstückte und mit vorzüglichen Mitbewohnern palaverte. Ich führte also eigentlich ein angenehm degeneriertes Studentenleben. Habe es genossen, liebes Blog.

What else. Furchtbar degenerierter Blogeintrag, das muss besser werden..

Achja, die Überschrift. Ich bin froh, weil ich es genieße, meine Familie wiederzusehen. Ich bin auch froh, weil einige Dinge in der Heimat ein Zugehörigkeitsgefühl aufkommen lassen, das ich an anderen Orten nicht empfinden kann. Ich bin gleichzeitig melancholisch, weil die letzten Tage in ED eigentlich sehr glückliche Tage waren.

Achja, da war doch was: Frohe Weihnachten, liebe Leser! Wenn es noch welche gibt.

Achja, Bilder:

Mouse-Over-Effekt des Scottish Parliament Building.

Mouse-Over-Effekt des Parliament House.

Stillleben eines schönen Abends am Morgen danach.

Stillleben eines schönen Abends am Morgen danach.

Princes St. - As seen on a Dezember"nachmittag"

Princes St. - As seen on a Dezember"nachmittag"

admin Allgemeines

It was nae me, pals!

22. Dezember 2009

Sondern Exams und die Heimreise, was zur Verwaisung dieses Blogs führte.. ich verspreche feierlich ein Update in den nächsten Tagen!

admin Allgemeines

Ein Dankeschön! (ja, mit Ausrufezeichen)

21. November 2009

Bei Freunden folge ich ja eher der Devise: Qualität statt Quantität, und ich wurde bisher noch nie enttäuscht, denn tatsächlich habe ich die besten Freunde, die man sich wünschen kann. Ich bin jedoch sogar doppelt glücklich, denn auch meine Familie ist die beste, wo gibt.

Das muss man mal publik machen. Deshalb, hiermit:

Nochmal ein Danke für Eure allerfeinsten Geschenke, Grüße, Gedanken!

So. Und jetzt Weitergehen, nach unten nämlich, da gibt’s neue Blogeinträge. Merke: Wenn man das Tasstier füttert, dann wird es sentimental und schreibt in sein Blog. Also, jetzt aber, lesen.

admin Allgemeines

Tipp: The Cat’s Miaou.

21. November 2009

Man muss Städte ja einfach ganz eng ans Herz legen, die einen Laden haben, der The Cat’s Miaou heißt.

http://www.thecatsmiaou.co.uk/

Bißchen schwer zu finden, weil schmal. Wenn man in Richtung Leith geht, auf der rechten Seite, ziemlich on top of Leith Walk. Oder einfach GoogleMaps fragen..

Der Szene-Treff für Katzen-Fandom, elitär tolle Grußkarten und Fairtrademayageschenkartikel. Ein bißchen wie der Futon-Room in Saarbrücken, nur noch enger und noch mehr vollgestopft mit Dingen, in die man sich zuerst mit den Augen, dann mit dem neuronalen Ichwill-Zentrum und schließlich mit der Geldbörse verguckt.

(Und sagt jetzt nicht, ihr steht nicht auf Katzen-Fandom, elitär tolle Grußkarten und Fairtrademayageschenkartikel. Is eigentlich auch egal, denn bis Weihnachten werde ich den Laden eh leergekauft haben.)

admin Allgemeines

Eine Woche voller Meh.

21. November 2009

Liebes Blog!

Heute hast du ein Kompliment bekommen. Vom Nikolai nämlich. Der findet dich gut. Ich hoffe, du freust dich. Wenn du Personifizierung als Stilmittel ablehnst, freu ich mich eben für dich!

Liebe Leser!

Diese Woche war ziemlich doof. Ich habe nämlich am letzten Freitag eine Grippe gefangen und sie nicht mehr hergegeben, bis heute morgen oder so. Ein Andenken ist mir noch geblieben und das sitzt in meiner Lunge. Dort äußert es sich ab und zu in seiner ganzen schleimigen Herrlichkeit zu verschiedenen Themen des Tages, meistens genau dann, wenn ich auch grade was dazu sagen will. Naja. Vorlauter Geselle, das.

Am letzten Samstag war ich in Newcastle (Grippe war da auch schon dabei und ich fürchte, sie hat dort und im vollbesetzten Reisebus viele neue Freunde gefunden). Newcastle ist eine ehemalige Bergarbeiterstadt, hat die Vergangenheit aber ziemlich eindrucksvoll abgelegt und glänzt heute vor allem durch, well, Brücken.

Newcastle: Ganze Brückenherrlichkeit im Bild eingefangen.

Newcastle: Ganze Brückenherrlichkeit im Bild eingefangen.

Vor der Bergarbeiterstadt war Newcastle eine Stadt mit einem Castle, von dem auch noch ein bißchen was übrig ist.

Newcastle Castle

Newcastle Castle

Davor haben schon die alten Römer dort gewohnt und eine Mauer gebaut, um die wilden Pikten aus dem Norden in ihrer Reisefreiheit einzuschränken. Weil Hadrian damals Kaiser war, heißt die Mauer folgerichtig Hadrian’s Wall. Davon hab’ ich leider kein Foto.

Zum ersten Mal habe ich in Newcastle Fish and Chips probiert. Schmeckt okay, mehr nicht, aber macht satt. Danach waren wir (ich war mit einem Malaysier und zwei Chinesen en tour) noch in Chinatown. Die Newcastler haben davon nämlich eine recht beeindruckende, mit einem echten klassischen Chinatown-Tor (davon leider auch kein Foto, aber einfach Wikipedia bemühen). Im dortigen chinesischen Supermarkt habe ich dann meine ersten 20-Kilo-Säcke mit Reis gesehen. Nun messe ich der Meldung, dass in China ein Sack Reis umgefallen sei, auch einen ganz anderen Neuigkeitswert zu. Ich frage mich, wie viele Säcke Reis man wohl umschmeißen müsste, um ein Erdbeben zu verursachen und denke mir klammheimlich, dass das wohl ein imposantes Bild abgäbe; die Säcke sind nämlich schon so an und für sich imposant.

Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten, aus dieser Stadt – der Busfahrer fand es nicht gut, dass der Parkplatz für Busse schlecht ausgeschildert ist, also Vorsicht, wenn ihr euren Reisebus mitnehmt. Außerdem hätten wir fast unseren Bus nach Hause verpasst, weil Misskommunikation. Ich würde das jetzt gerne auf kulturelle Unterschiede schieben, um exemplarisch die Wichtigkeit eines Erasmus-Aufenthaltes zu illustrieren, doch leider wird daraus nix; war einfach nur ein Fall von “Person A sucht Toilette, Person B,C,D warten, Person A trifft auf geschlossene Toilette, Person B,C,D sind ein Stück weitergegangen, Person A sieht Person B,C,D nicht mehr, deduziert, dass Person B,C,D wohl schon am Bus, geht eben dorthin, während Person B,C,D 20 Minuten in Nähe von Toilette warten und sich letztendlich der Bus verspätet, aber alle doch glücklich in Edinburgh ankommen”. Soviel dazu.

Keine Lust mehr zu schreiben, man merkt es mir vielleicht an. Ich bin immer noch im Appleton Tower (habe ja auch eine ganze Appleton-Tower-lose Woche aufzuholen), weil ich die Python-Shell meines Mobiltelefons für mich entdeckt habe. Mein Mobiltelefon kann mir nun per Sprachausgabe mitteilen, ob es draußen regnet oder nicht. Yay dazu! Doch nun bekomme ich Hunger, werde mich von der Gravitation Richtung Leith ziehen lassen und morgen mehr tun.

– tass

admin Allgemeines

Medizin gegen Egozentrik.

6. November 2009

Sonnenuntergang. Der wohl einsamste der Welt.. äh.. des Sonnensystems: auf dem Mars nämlich. (Quelle: Wikimedia, http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/69/MarsSunset.jpg)

Sonnenuntergang. Der wohl einsamste der Welt.. äh.. des Sonnensystems: auf dem Mars nämlich. (Quelle: Wikimedia, http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/69/MarsSunset.jpg)

Mein neues Lieblingsbild.. wenn ich mir das ansehe, kommen mir alle irdischen Probleme verschwindend gering vor. Ganz zu schweigen von den eigenen. Sich vorzustellen, diesen Blickwinkel selbst einzunehmen, heißt, die eigene Perspektive von nah auf fern, von subjektiv auf radikal objektiv zu stellen. Ich liebe es, die Einsamkeit an diesem Punkt nachzuempfinden, bis sich ein kaltes, perspektivisches Kribbeln im Bewusstsein bemerkbar macht..

Aufgemerkt: Habe das Bild verkleinert. Der Leser möge sich in der Meta-Botschaft suhlen!

admin Allgemeines